Praxis Zirkel - Traumapädagogik
Im Rahmen von Hilfeplanungen (§ 36 SGB VIII) bieten wir traumapädagogische ambulante Tätigkeiten nach § 27 SGB VIII und soziale Gruppenarbeit in Form von Resilienzgruppen und Sozialkompetenzgruppen nach § 29 SGB VIII an.
Zudem bieten wir nach § 33 und § 34 SGB VIII Vollzeitpflege im Rahmen der Erziehungstellenarbeit an.
Ausführliches unter "Inhalte unserer Arbeit".
Pädagogischen Einrichtungen, Institutionen und Fachkräften stehen wir mit traumazentrierter Fachberatung, Fallberatung, Supervision und Fortbildungen zur Verfügung.
Lernen Sie uns kennen
Heike Gösch, Jahrgang 1977 und ihr multiprofessionelles Team stecken gemeinsam viel Freude und Leidenschaft in die individuelle Arbeit mit dem Kind, dem Jugendlichen und dem Erwachsenen-, das zeichnet uns aus und Sie können davon profitieren.
Unsere Geschichte
Gemeinsam arbeiteten wir in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Bereichen mit schwerst traumatisierten Kindern.
Im baden-württembergischen Aalen ließ ich mich zum Traumapädagogen, zur traumzentrierten Fachberatung DeGPT
und Traumatherapeuten I.B.T. ausbilden. Aus ehemaligen Arbeits- Bereichen entstand die Idee einer Praxis, welche traumapädagogische Hilfen zur Erziehung und Fortbildungen anbietet.
Unsere Vision
"Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."
- Goethe-
Unser oberstes Ziel ist eine ressourcenaktivierende und resilienzfördernde individuelle und sensible Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Helfersystemen.
Inhalte unserer Arbeit
Im Rahmen der Hilfeplanung §36 SGB VIII:
Schwerpunktmäßig:
Traumapädagogik DeGPT -Traumazentrierte Fachberatung
Das Wort Trauma entstammt dem griechischen und bedeutet Verletzung oder Wunde. In der Psychologie bedeutet es seelische Verletzung. Hirnphysiologisch ist in solchen Momenten die Verbindung zu unserem Frontalhirn unterbrochen, der Körper speichert das Erlebte wahrnehmungsfremd ab. Sind die Phasen der Verarbeitung nicht erfolgt, entwickeln sich Traumafolgestörungen (Dissoziative Phänomene, Störung in der Emotionsregulierung, Vermeidungsverhalten, Somatisierungsstörungen, Anstrengungsverweigerungen, depressive Verstimmungen...)
Je nach Art des Trauma ( Einmalig, mehrfach, Medizinisch, erlebter Tod, Nahtoderlebnisse, Bindungstrauma) gestaltet sich unsere Arbeit individuell.
Mit unserer Arbeit schärfen wir das Bewusstsein für traumatische Belastungen. Mit verschiedenen Werkzeugen an Methoden arbeiten wir mit Kindern, Jugendlichen, Eltern sowohl als Einzelperson als auch in der Gruppe.
Unsere Arbeit basiert auf Körperwahrnehmung und Schulung dieser, Stabilisierungstechniken, Ressourcenaktivierungen, Resilienzförderung, Krisenintervention u.v.m. mit verschiedenen Methoden (Sicherer Ort/ EMDR/ bilaterale Stimulation), coachend und beratend begleiten wir zu mehr Selbstsicherheit und Selbstwirksamkeit.
Traumatherapie I.B.T.
Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie bei Säuglingen, Kleinkindern und Vorschulkindern ist die direkte Traumaarbeit, die Arbeit mit den Bezugspersonen in Bezug auf das Trauma und die Arbeit an der Bindung zwischen Bezugsperson und Kind.
Aufgrund seiner spezielle Unreife zur Geburt ist der Mensch in den ersten Lebensjahren besonders auf Personen seiner nahen Umgebung angewiesen. Diese geben uns lebensnotwendige und wichtige Versorgung. ( Nahrung, Schlaf, Schutz, Nähe, Liebe und Geborgenheit)
In der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren sind wir verschiedensten Risiken einer Traumatisierung ausgesetzt. ( medizinische Eingriffe, Unfälle, Substanzmittelmißbrauch, Vernachlässigung) In diesen Situationen ist weder Flucht noch Angriff möglich und die Kinder sind dieser Gefahr hilflos ausgeliefert. Dieses Erleben kann aufgrund der noch nicht ausreichend abgeschlossenen Gehirnentwicklung zu schweren Traumatisierungen bereits im frühen Kindesalter kommen, die lebenslange belastende Auswirkungen bis ins hohe Erwachsenenalter nach sich ziehen können. Die Bindung zwischen Bezugsperson und Kind ist der wichtigste Faktor. Belastungen und Ressourcen werden genutzt um zu analysieren, zu bearbeiten und zu stärken.
Soziale Gruppenarbeit als Resilienstärkung (Resilienzgruppen) und Sozialkompetenztraining:
Einmal wöchentlich finden verschiedene Resilienzgruppen für Kinder - und Jugendliche statt. Hier erlernen die Kinder Fähigkeiten, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklung zu nutzen.
Die Gruppen setzen sich folgender Maßen zusammen:
- Resilienz und Sozialkompetenz für Kinder von 6 - 11 Jahren
- Resilienz und Sozialkompetenz für Kinder/ Jugendliche von 12- 18 Jahren ; zusätzlich :
- Coaching und Einzeltraining für Jugendliche von 14- 21 Jahren
- Beratung und Coaching für Eltern/ Pflegeeltern traumatisierter Kinder begleitend zum Angebot für die Kinder.
Sozialkompetenztraining nach EFFEKT (Training im Problemlösen) beinhaltet die Förderung von Wahrnehmung von Gefühlen bei sich und anderen, Selbstkontrolle beim Umgang mit negativen Gefühlen, Förderung sozialer Problemlösefertigkeiten, Förderung emotionaler Aufmerksamkeit und Empathie, dem Selbstwert der Kinder und deren Beziehungsfähigkeit.
Im Laufe der Jahre entwickelten sich verschiedene Gruppenangebote:
- Mädchen- Gruppe klein
- Mädchen- Gruppe groß
- Geschlechtsgemischte Gruppe Jugendliche
- Jungengruppe
Alle Gruppen werden individuell geplant und transparent mit den Kindern- Jugendlichen geplant und gestaltet. Jede Einheit beläuft sich aktuell über ca 3,5 Stunden.
ambulante Traumaarbeit in Familien
Mit dem gesamten Familiensystem arbeiten wir an den Folgen und Systemen der transzendentalen Traumaweitergabe. Die genannten Methoden und Möglichkeiten werden auch hier Einsatz finden, um stärkend in der Erziehungsfähigkeit, dem Einfühlungsvermögen und der Ressourcenaktivierung zu unterstützen. Besonders Bindungstraumata werden mit dem gesamten Familiensystem bearbeitet, mal in großer Familienrunde, mal einzelne Mitglieder.
In Form der aufsuchenden, multiprofessionellen Familienarbeit leisten wir Hilfsangebote, die unter den Begriffen "Sozialpädagogische Familienhilfe" oder "Flexible Erziehungshilfe" angeboten werden. Die Hilfe orientiert sich an den Lebenssituationen, Lebensphasen und individuellen Bedürfnissen unserer Klienten.
Die verschiedenen Aufgabenfelder der aufsuchenden Familienarbeit berücksichtigen immer auch den bindungstraumatischen Hintergrund.
§ 27 flexible Erziehungshilfe
§28 Erziehungsberatung
§29 soziale Gruppenarbeit
§30 Erziehungsbeistand
§31 sozialpädagogische Familienhilfe
§34 Verselbständigung im eigenen Wohnraum
§35 intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
§41 Hilfen für junge Volljährige
§ 18.3 Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechtes (Umgangsbegleitung)
§33/ 34 Erziehungsstelle/ Pflegefamilien ( pädagogische Fachkräfte/ o.ä. Eignung leben mit Kindern mit erhöhtem Förderbedarf im Haushalt- Verbindung familiärer Erziehung mit intensiver, traumpädagogischer Betrreuung)
Für Träger und Mitarbeiter: Fortbildungen/ Fallberatungen/ Fallsupervisionen
Ein jährlich wechselndes Fortbildungsangebot im Bereich der Traumapädagogik steht pädagogischen Fachkräften aus Pflegefamilien, stationärer Jugendhilfe, ambulanter Jugendhilfe, Lehrern, Betreuern aus OGS oder Freizeiteinrichtungen, Kindergärten, ASD oder einfach Interessierten zur Verfügung.
Unser FB- Angebot
- Anstrengungsverweigerung bei Kindern- / Jugendlichen (eintägig)
- Interkulturelle Besonderheiten in der Traumaarbeit
( Migration,- Flüchtlingsarbeit) (eintägig)
- Gut Sprechen- Sicheres Auftreten- Sprache und Stimme
im dienstlichen Alltag (eintägig)
- Bindungsstörungen und Bindungstrauma (zweitägig)
- Einblicke in die Trauampädagogik Teil 1 (zweitägig)
- Resilienz (eintägig)
- Burn- Out- Prophylaxe (eintägig).
- Stabilisierungstechniken (eintägig)
- Einblicke in die Trauampädagogik Teil 12 (zweitägig)
Zusätzlich zu den Fortbildungen bieten wir Fallsupervisionen und Fallbesprechnungen an.